Mongolei

Reisen in die Mongolei – Urlaub: Auf den Spuren von Dschingis Khan

Ruhe, Einsamkeit und grenzenlose Freiheit! Die Mongolei ist fast fünfmal so groß wie Deutschland und hat rund drei Millionen Einwohner. Damit ist das Land zwischen China und Russland so dünn besiedelt wie kein anderes. Grasbewachsene Steppen, zerklüftete Berge und die gigantischen Dünen der Wüste Gobi – nirgendwo kann man weite, unberührte Natur besser erleben als auf einer Reise in die Mongolei. Übernachten Sie im Ger und bestaunen Sie den klaren Sternenhimmel, die nächste Straßenlaterne ist meilenweit entfernt.

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Mongolei-Erlebnisreise: Im weiten Land der Nomaden

Mongolei-Erlebnisreise: Im weiten Land der Nomaden

Auf den Spuren der Pferdeflüsterer durch die mongolische Steppe

Die Highlights

  • Buddhistische Tempelanlagen, Museen und Kloster in und um Ulaanbaatar
  • Wanderung im Khogno Khan Nationalpark
  • Blühende Steppe und Provinzhauptstadt Zezerleg
  • Buddhistische Andacht im Shankh Tempel
  • Vulkankrater-Wanderung am Weißen See

Das Besondere

  • Übernachten in Gers wie einst Dschingis Khan
  • Airag bei mongolischen Pferdezüchtern probieren
  • CO₂-Kompensation der Flüge und des Landprogramms inklusive

ab 3.725 €

inkl. Flug

Gruppe

6-12 Pers

19 Tage

moderat

Natur, Kultur, Abenteuer, Wandern

Hauptstadt
Ulaanbaatar
Fläche
1.564.116 km²
Bevölkerung
3,278 Mio.
Landessprache
Mongolisch
Währung
Tugrik
Religion
Lamaismus, Schamanismus
Zeitverschiebung
+7 Std.

Vier Gründe, warum sich eine Mongolei-Reise lohnt

Land des ewig blauen Himmels. Endlose Weiten, völlige Abgeschiedenheit und eine einzigartige Stille. Zwischen grasbewachsener Steppe, den Hängen des Altai-Gebirges und den Sanddünen der Wüste Gobi lockt die Mongolei mit unberührter und abwechslungsreicher Landschaft. Ob Naturreise, Abenteuer im Offroader, Rundreise in der Kleingruppe oder Wandern durch die Mongolei – im Land der Extreme werden alle Träume wahr!

Leben mit den Nomaden. Schlafen im traditionellen Jurtencamp zwischen Rindern, Ziegen und Yakherden? Auf dem Pferd oder Kamel durch die Weiten der mongolischen Steppe reiten? Kühe melken und Käse machen? Tauchen Sie tief ein in den Alltag der uralten Nomadenkultur und lernen Sie ein gastfreundliches, offenes Volk kennen! Machen Sie Ihre Mongolei-Reise zu einem besonderen Erlebnis!

Festivals und Feierlichkeiten. Zahlreiche Feste, Kultur- und Sportveranstaltungen locken in der Mongolei zu jeder Jahreszeit. Ob Kamel- und Pferderennen, bunte Prozessionen oder Gebete. Ob Bogenschießen, Ringen, Wrestling oder Schlittenrennen. Die farbenfrohe Festkleidung der Einheimischen, die ungewöhnlichen Speisen und eine besondere Euphorie machen Reisen in die Mongolei unvergesslich!

 

Die kälteste Hauptstadt der Welt. Ulaanbaatar ist eine lebendige Großstadt, die rasend schnell wächst und fast die Hälfte aller Mongolen beherbergt. Zwischen Wolkenkratzern und mongolischen Jurten, Überresten des Kommunismus und tibetischen Tempeln warten Museen, Theater, Bars und Restaurants. Hier treffen Moderne und Tradition aufeinander. Erleben Sie in Ulaanbaatar eine ganz andere Mongolei!

Allgemeine Landesinformationen: Mongolei

Geografie

Die Mongolei liegt in Zentralostasien und ist ein Binnenland zwischen Russland und China. Knapp viermal so groß wie Deutschland und mit rund drei Millionen Einwohnern ist der Staat der am dünnsten besiedelte der Welt.

Mehr als die Hälfte des Landes ist Steppengebiet und umfasst die bewaldete Steppe im Norden mit einigen Gebirgsmassiven, die grüne Steppe im Zentrum und die wüstenartige Steppe im Süden, sowie einen Teil der Wüste Gobi. Dennoch ist die Landschaft der Mongolei sehr vielfältig und bietet neben Steppe, Wüste und Gebirge vor allem im Südwesten auch viele Seen, Flüsse und Wälder. In der Mongolei befindet sich einer der größten Frischwasserseen ganz Asiens.

Die Hauptstadt Ulaanbaatar (oder Ulan Bator) ist von vier Bergen umgeben und liegt auf 1.300 Meter Höhe. Hier leben 45% der Bevölkerung.

Wetter und Klima sowie beste Reisezeit in der Mongolei

Das Klima der Mongolei ist stark durch kontinentale Einflüsse geprägt. Die langen Winter sind extrem kalt mit bis zu -40 Grad, die kurzen Sommer trocken und warm bei ca. 20 Grad. Im Südteil der Wüste Gobi wird es auch heiß bis ca. 38 Grad. Die Nächte können jedoch auch im Sommer sehr kalt sein. Durch die fehlenden Meereseinflüsse ist die Niederschlagsmenge begrenzt und das Land sehr trocken.

Die klimatischen Bedingungen erschweren die Landwirtschaft. Ackerbau ist nur in wenigen Gebieten der Mongolei möglich. 80% des Landes werden jedoch als Weideflächen genutzt und die meisten Einwohner betreiben nomadische Viehwirtschaft.

Die beste Reisezeit für Reisen durch die Mongolei ist der Zeitraum Mitte Juni bis Ende August. Zu der Zeit herrschen angenehme Temperaturen. Auch die Monate Mai und September gelten als gute Reisezeit, allerdings kann es dann schon oder noch recht kalt sein.

Flora und Fauna Mongoleis Schätze der Natur

Die Flora der Mongolei ist trotz der kurzen Vegetationsperiode sehr vielfältig. Das Hochland im Norden bietet Taiga, Nadelwälder und Beerensträucher. Steppen und Wiesen machen einen Großteil des Landes aus. Dort wachsen viele verschiedene Gräser und wilder Wermut. Im Frühling blühen unzählige bunte Blumen und Wildkräuter. Enzian, Edelweiss und andere alpine Flora findet man hier. In den Wüsten ist die Vegetation eher spärlich. Dornige Sträucher mit tiefen Wurzeln und der Sandstrauch Saxaul herrschen vor.

In den menschenleeren und oft unzugänglichen Regionen der Mongolei ist eine artenreiche Tierwelt zu finden. Im Norden des Landes leben Wildtiere wie Bären, Luchse, Wildschweine, Wölfe, Elche und Rentiere. In den Wäldern und Bergen findet man Gazellen, Antilopen, Wildziegen, Schneehasen und mit etwas Glück auch den bedrohten Schneeleoparden. In den Steppen fühlen sich vor allem Nagetiere, wie Murmeltiere, Hamster, Hasen und Mäuse Zuhause. Auch das weltweit bedrohte Hufentier Haiga ist dort anzutreffen. In der Gobi-Wüste wohnen einzigartige Tiere, die sich an die kargen Bedingungen der Wüste angepasst haben: Die Przewalski-Pferde, wilde Kamele, der Mazalai-Bär und der Halbesel Kulan. In den mongolischen Flüssen und Seen findet man Hechte, Karpfen, Taime oder den Weißlachs. Vögel, wie z.B. Kraniche, Bussarde und Steppenadler, fühlen sich hier ebenfalls wohl.

Die mongolische Bevölkerung

Die Mongolei hat neben der Westsahara die niedrigste Bevölkerungsdichte der Welt. Sie zählt 2 Einwohner pro Quadratmeter. Ca. 85% der Menschen gehören zum Volk der Mongolen, deren Untergruppen sich jeweils durch ihren Dialekt unterscheiden. Vor allem im Westen des Landes leben aber auch Minderheiten wie Kasachen und Tuwiner. Zugewanderte Russen wohnen vor allem in den Städten oder arbeiten als Fachkräfte im Bergbau.

Sprache in der Mongolei: Wie kann ich mich auf meiner Mongolei-Reise verständigen?

Offizielle Landessprache der Mongolei ist Mongolisch, das in kyrillischer Schrift geschrieben wird. Je nach Region wird im Staat Mongolei noch zusätzlich Kasachisch, Burjatisch oder Tuwinisch gesprochen.

Mit Englisch oder Russisch kann man sich während eines Urlaubs in der Mongolei aber gut verständigen.

Die wichtigsten Begriffe auf Mongolisch (Lautsprache)

Guten Tag / Guten Abend Ödriin mend/Oroin mend Ich heiße … Minii…
Auf Wiedersehen Bayartai Was kostet das? Ene yamar ünetai we…?
Bitte Zugeer Danke schön Bayarllaa
Ja/Nein Tiim/Ugui Entschuldigung Uutschlaarai!

 

Religion und Tradition

Ca. 90 % der Mongolen gehören heute dem tibetischen Buddhismus an. Früher waren es vor allem die Schamanen, die den Glauben der Steppenbewohner geprägt haben. In Zeremonien und Ritualen wurde der Kontakt zu den Geistern gepflegt. Heute spielen schamanistische Traditionen immer noch eine Rolle. Die kasachische Minderheit lebt nach dem Koran und ca. 6% der Mongolen sind Christen.

Die Mongolen sind ein traditionelles Nomadenvolk. Auch heute leben noch 40% der Bevölkerung als Nomaden. Sie wohnen überwiegend in den typisch mongolischen Jurten, „Ger“ und ziehen mit ihrem Zeltcamp und ihrem Vieh von Ort zu Ort, auf der Suche nach den besten Weidenplätzen. Das Innere ihrer kreisrunden Jurten schmücken viele bunte Teppiche. Ihre traditionelle Festkleidung ist der „Del“, eine farbenfrohe Seidentunika mit einer bunten Schärpe.

Kunst und Kultur

Die Kunst und Kultur der Mongolen setzen sich aus einer Vielzahl an Einflüssen zusammen. Tibetische, buddhistische und russische Einflüsse spielen ebenso eine Rolle wie die Nomaden selbst.

Der Buddhismus, der eine große Anzahl an Gottheiten aufweist, hat die bildende mongolische Kunst besonders geprägt. Lange war die Mongolei das Zentrum buddhistischer tibetischer Kunst. In der Malerei und Bildhauerei wurden religiöse Skulpturen, Bilder oder Meditationsobjekte geschaffen, wie beispielsweise das Mandala als symbolische Darstellung eines göttlichen Objekts.

Geschichten wurden lange Zeit nur mündlich überliefert und viele Epen der mongolischen Literatur spielen bis heute eine wichtige Rolle in der Nomadenkultur, wie beispielsweise die Heldengeschichten über den berühmten Herrscher Dschingis Khan. Auch die traditionelle Musik mit dem wichtigsten Instrument, der so genannten Pferdekopfgeige, und einige wenige alte Tänze werden bis heute von den mongolischen Nomaden gepflegt. Besonders typisch ist auch der Obertongesang „Khoomii“, dessen traditionelle Gesangstechnik als wichtiger Teil des mongolischen Nomadenalltags von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Allgemein fließen viele Traditionen in die mongolische Kunst und Kultur mit ein. Andererseits öffnet sich die moderne Kunst auch immer mehr dem Westen. Nicht nur im Bereich der Pop- und Rockmusik, sondern auch in der Malerei oder Bildhauerei.

Essen und Trinken

Die mongolische Küche wird hauptsächlich durch Fleisch und Milchprodukte geprägt. Da die Nomaden von der Viehzucht leben, nutzen sie nicht nur das Fleisch ihrer Schafe, Ziegen, Kühe, Pferde, Yaks und Kamele, sondern auch andere Erzeugnisse. Aus Milch und Sahne werden Getränke, Joghurt und Käse hergestellt.

Fleisch ist die Grundlage der Ernährung und das tierische Fett hilft, den harten Winter zu überstehen. Reis, Mehl, Kartoffeln und Zwiebeln sind ebenfalls Hauptzutaten. Grünes Gemüse und Gewürze sind aufgrund des extremen Klimas und der nomadischen Lebensweise sehr begrenzt.

Ein Nationalgericht ist ein mit Hammel gefüllter, gedämpfter Knödel. Ebenfalls beliebt ist „Khuushuur“, frittierte Hammelteigtasche. Die Mongolen trinken zu allen Mahlzeiten und Tageszeiten eine Art salzigen Milchtee, der für manchen Mongolei-Urlauber durchaus gewöhnungsbedürftig ist. Ebenso besonders ist das bekannteste nationale Getränk „Airag“, das aus fermentierter Stutenmilch besteht. Russischer und mongolischer Wodka sind ebenfalls weit verbreitet.

Mongolei Highlights: Regionen, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Gorkhi-Terelj National Park
Nur 55 km von Ulaanbaatar entfernt liegt der Gorkhi-Terelj Nationalpark, der für eine bemerkenswerte Artenvielfalt und ein unglaubliches Ökosystem bekannt ist. Seine Lärchenwälder und Wildblumenwiesen beherbergen viele wilde Tieren, wie Bären, Rinder und über 250 Vogelarten. Hier kann man Wandern, Reiten, Radfahren, Klettern oder im Khan-Fluss Rafting oder Kanu fahren.

Ulaanbaatar
Die Hauptstadt der Mongolei ist auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum. Zahlreiche Hochhäuser bezeugen den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes. Historische Sehenswürdigkeiten, unzählige Museen, Theater und tolle Restaurants lassen in der modernen Großstadt keine Langeweile aufkommen. Besonders das Nationalmuseum gilt als sehr informativ und bietet einen Überblick über die Geschichte der Mongolei.

Nationalpark Hustain Nuruu
Rund 100 km südwestlich von Ulaanbaatar liegt dieser Nationalpark, der dazu ernannt wurde, um das Ökosystem Waldsteppe zu erhalten und den wilden Przewalski-Pferden „Takhi“ einen Lebensraum zu geben. Auch andere Wildtiere wie Rehe, Steinadler, Grauwölfe und Mongolische Gazellen bewohnen den Park. 450 verschiedene Pflanzenarten gibt es zu entdecken.

Nationalpark Khogno Khan
Hier, 250 km von Ulaanbaatar entfernt, treffen sich die Steppe und die Taiga und damit eine Flora und Fauna, die für beide Ökosysteme charakteristisch ist. Das 1997 als Naturschutzgebiet geschaffene Gebiet bietet herrliche Landschaften mit Bergen, Wäldern, Steppen, Wüste und Mineralwasserquellen an einem Ort. Eine der Hauptattraktionen ist auch das Uvgun-Kloster, das im 17. Jahrhundert vom größten Vertreter des Buddhismus in der Mongolei gebaut wurde.

Chöwsgöl Nuur
Nahe der russischen Grenze befindet sich die blaue Perle der Mongolei. Mit 136 m Länge ist der Chöwsgöl Nuur der zweitgrößte See des Landes und verzaubert mit seinem reinen Wasser in Trinkwasserqualität. Umgeben von einem Nationalpark lässt es sich hier wunderbar Entspannen, Fischen oder Wandern.

Wüste Gobi
Die Wüste Gobi ist nach der Sahara die größte Wüste der Welt und beeindruckt im Süden der Mongolei mit ihren gigantischen Sanddünen von bis zu 300 m Höhe. Schroffe Gebirgszüge, sehenswerte Gesteinsformationen und Klippen, Salzseen und eine unendliche Steppe formen die restliche Landschaft. Besonders die Zeit des Sonnenuntergangs oder der nächtliche Sternenhimmel machen die Wüste Gobi zu einem unvergesslichen Erlebnis!

Uran Toogo Vulkan
Nordwestlich von Ulaanbaatar liegt der Uran Toogo Vulkan, der zuletzt vor 20.000 Jahren aktiv war. Nach einem kurzen, steilen Aufstieg wird man mit einer atemberaubenden Panoramaaussicht belohnt. Ein weitläufiges grünes Tal, Tierherden auf den Wiesen, am Horizont die hügelige Berglandschaft. Ein kleiner Weg führt den Mongolei-Urlauber am Kraterrand entlang und in der Mitte des Kraters glänzt ein malerischer See.

Nationalpark Chorgo Terchiin Tsagaan Nuur
Am Rande des Changai-Gebirges liegt ein Nationalpark, der gleich mit zwei Attraktionen trumpft: dem Terchiin Tsagaan Nuur See und dem erloschenen Vulkan Chorgo. Der See liegt auf rund 2.600 m Höhe und gilt als einer der schönsten des Landes. Der Vulkan mit 2.240 m Höhe kann in einer 16 km langen Wanderung bestiegen werden. Die Spitze ist mit 8.000 Jahre altem Basalt bedeckt.

Das Orchon-Tal
Das Orchon-Tal überzeugt mit malerischen Landschaften und kulturellen Highlights. Als ehemaliges Machtzentrum und Hauptstadt des mongolischen Reichs befindet sich hier nicht nur die Ruinenstadt Karakorum, sondern auch das Denkmal des Kul Tigin und die Überreste der einstigen Hauptstadt des Uyghur-Reiches. Kein Wunder, dass das ganze Tal unter dem Schutz der UNESCO steht. Hier gibt es viel zu entdecken!

Yolin Am Schlucht
Die Yolin Am Schlucht, auch Geierschlucht genannt, befindet sich etwa 600 km südwestlich von Ulan Bator im Gurvan Saikhan Gebirge. Die 200 Meter tiefe Schlucht zählt zu den ältesten Sehenswürdigkeiten der Mongolei und ist berühmt für ihr „Ewiges Eis“. In engen Spalten und an sonnengeschützten Stellen ziehen sich teils meterdicke Eisfelder ganzjährig durch die Schlucht.

 

Reisen in der Mongolei: Ein kleiner Leitfaden

Anreise in die Mongolei

Die Fluggesellschaft Mongolian Airlines fliegt mehrmals die Woche ab Frankfurt a.M. oder Berlin nonstop in knapp 9 Stunden nach Ulaanbaatar. Weitere Fluggesellschaften wie Turkish Airlines, Aeroflot, Korean Air und Air China fliegen die Mongolei mit Zwischenstopps an.

Wer kein Abenteuer auslässt und über genügend Zeit und Geld verfügt, nutzt womöglich die Transmongolische Eisenbahn für seinen Mongolei-Urlaub. Diese verbindet Ulaanbaatar mit der Transsibirischen Eisenbahn. Von Moskau dauert die Anreise mit der Bahn allerdings ca. 4 Tage, von Peking 2 Tage. Alternativ kann man auch nach Irkutsk in Ostsibirien fliegen und von dort mit der Bahn nach Ulaanbaatar fahren.

Einreisebestimmungen (Visa/Zoll)

Für die Einreise aus Deutschland ist ein Reisepass nötig, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Auch Kinder benötigen einen eignen Kinderreisepass. Für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen brauchen Deutsche kein Visum für ihren Mongolei-Urlaub. Bei der Einreise muss von jedem Reisenden ein Zollformular ausgefüllt werden, das bis zur Ausreise aufzubewahren ist.

Verkehrsmittel: unterwegs in der Mongolei

Taxi

Taxis sind sehr preiswert in Ulaanbaatar und auch immer mehr zu finden. Lizensierte Taxis sind aber eher unregelmäßig unterwegs. In den privaten sollte der Mongolei-Reisende vor Fahrtantritt den Preis aushandeln.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Hauptstadt verfügt über ein gut ausgebautes Busnetz, das auch andere Städte miteinander verbindet und Überlandbusse einsetzt. Mit der Bahn werden lediglich die Städte Darchan, Bagannur und Erdenet von Ulaanbaatar angefahren.

Achtung: Öffentliche Verkehrsmittel in der Mongolei sind oft restlos überfüllt. Der Mongolei-Urlauber sollte sich vor Taschendieben in Acht nehmen!

Mit dem Flugzeug

Die staatliche mongolische Fluglinie MIAT fliegt von Ulaanbaatar dreimal die Woche in mehrere mongolische Städte und zurück in die Hauptstadt. Jedoch gibt es keine Flugverbindung der Städte untereinander. Dazu ist jedes Mal ein Stopp in der Hauptstadt nötig.

Mit dem Mietwagen

Möchte man das Land auf eigene Faust erkunden, bietet sich ein Mietwagen an. Abseits der großen Städte sind die Straßenverhältnisse jedoch oft sehr schlecht. Schlaglöcher und andere Hindernisse machen es ratsam, einen Geländewagen zu wählen. Vielerorts kann man den Mietwagen auch nur zusammen mit einem Fahrer mieten.

Rund ums Geld: Währung, Preise und Trinkgeld?

Währung und Preise

Die Währung der Mongolei ist der Mongolische Tögrök (MNT), meist auch auf Russisch Tugrik genannt. 1 € = 3293,77 MNT (Stand: 25.April 2022). Die mongolische Währung hat keine Münzen, nur Scheine. Möglichkeiten, ausländische Währung in Tugrik zu wechseln, findet man bei Reisen durch die Mongolei lediglich in der Hauptstadt.

Die Kosten für das tägliche Leben in der Mongolei sind sehr günstig. Unterkünfte, Restaurants und Lebensmittel sind viel preiswerter als in Deutschland. Dagegen gelten Transportmittel und vor allem deren Treibstoff als verhältnismäßig teuer. Das sollte im Reisebudget berücksichtigt werden.

Tipp: Im Gegensatz zu anderen asiatischen Ländern ist es in der Mongolei nicht üblich die Preise ausgiebig zu verhandeln und zu feilschen. Möchten Sie es bei Ihrem Mongolei-Urlaub dennoch tun, achten Sie unbedingt darauf, den Verkäufer dabei nicht zu beleidigen.

Produkt / Dienstleistung

Kosten

0,5 Liter einheimisches Bier 1,50 Euro
Cappuccino im Café 1,60 Euro
1,5 Liter Wasser (Supermarkt) 0,27 Euro
Hauptgericht in einem Mittelklasse-Restaurant Ca. 5-7 Euro
Übernachtung im Mittelklasse-Hotel, Doppelzimmer Ca. 20 Euro
Benzin (1 Liter) Ca. 0,98 Euro

 

Trinkgeld in der Mongolei

Trinkgeld geben ist allgemein in der Mongolei eigentlich nicht üblich. Aber der zunehmende Tourismus bewirkt, dass sich mittlerweile immer mehr Taxifahrer, Guides, Gepäckträger und Hotelpersonal über ein kleines Trinkgeld freuen und es in touristischen Regionen gegebenenfalls auch erwarten.

Geld abheben in der Mongolei

Geld abheben, kann man nur in größeren Städten. Bei einer Mongolei-Reise in ländliche Gebiete ist es ratsam, viel Bargeld mit sich zu führen. Gängige Kreditkarten, wie Visa und Mastercard, werden nur in den Städten in Restaurants, Supermärkten und größeren Hotels akzeptiert.

Achtung: Mongolei-Reisende, die mit ihrer Bankkarte Geld abheben möchten, sollten sich vorab bei Ihrem Kreditinstitut über die Gebühren und die Nutzungsmöglichkeiten informieren.

Im Mongolei-Urlaub in Kontakt bleiben – per Telefon, Internet und WLAN

Das Mobilfunknetz in der Mongolei ist nicht flächendeckend. Während es in der Hauptstadt und anderen großen Städten gut funktioniert, ist es auf dem Land oft schwierig mit dem Handy zu telefonieren oder SMS zu verschicken. Je nach Region kann ein anderer Anbieter die beste Option bieten. Viele Nomaden besitzen deshalb mehrere Sim-Karten von verschiedenen Anbietern.

Noch schwieriger ist der verlässliche Zugang zum Internet. In Ulaanbaatar gibt es fast überall einen guten und schnellen Zugang. In den meisten Hotels und Unterkünften findet man dort sogar freies WLAN. Auf dem Land dagegen gibt es meistens kein Internet. Mit viel Glück findet der Mongolei-Reisende in größeren Orten ein Internet-Café.

Tipp: Informieren Sie sich vor Ihrer Reise in die Mongolei bei ihrem heimischen Anbieter, ob er in der Mongolei Netz hat und wie hoch die Gebühren sind. Günstiger ist es meistens, sich eine mongolische Sim-Karte zuzulegen.

Feste und Feiertage in der Mongolei

Das wichtigste Fest der Mongolei ist das jahrhundertealte Naadam-Fest. Es wurde von der UNESCO zum Kulturerbe erklärt. Das Folklore-Festival beinhaltet vor allem diese drei Sportarten: Pferderennen, mongolischer Ringkampf und Bogenschießen. Dazu gibt es eine große Show mit Musik, Tanz und Theater. Das Naadam-Fest wird vom 11. bis 13. Juli im ganzen Land gefeiert, am größten aber natürlich in Ulaanbaatar.

Das zweit größte Volksfest der Mongolei ist der Tsagaan Sar, der über mehrere Tage den Beginn des Frühlings feiert. Das Fest hat kein festes Datum, sondern wird an Neumond am Ende des Winters begangen und auch mongolisches Neujahrsfest genannt. In buddhistischen Tempeln gibt es festliche Gottesdienste und Gebete. Lagerfeuer werden gezündet und Gegenstände verbrannt, die die traurigen Momente des letzten Jahres symbolisieren. Freunde und Familie werden zum neuen Jahr beglückwünscht und beschenkt. Am dritten Tag wird mit schamanistischen Ritualen ein großes Opfer gebracht.

Je nach Region gibt es in der Mongolei noch weitere Sportveranstaltungen, religiöse und kulturelle Feste, wie beispielsweise das Steinadler-Festival oder das Eisfestival.

Rechts- und Sicherheitshinweise

Die innenpolitische Lage der Mongolei ist trotz vieler Regierungswechsel stabil. Vereinzelt kann es zu Demonstrationen kommen. Vor allem in der Hauptstadt, bei touristischen Sehenswürdigkeiten und auf belebten Plätzen kommt es zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl. Auch außerhalb der Städte gab es in der Vergangenheit vereinzelt Gewalt- und Raubdelikte gegenüber Touristen und als Mongolei-Urlauber sollte man stets wachsam bleiben.

Achten Sie ebenfalls auf einen vollständigen Standardimpfschutz. Als Reiseimpfungen werden zusätzlich Hepatitis A und gegebenenfalls auch Hepatitis B, Typhus, Tollwut, Meningitis und FSME empfohlen.

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