Oman

Reisen in den Oman – Urlaub: Zwischen Märchen und Moderne

Bis heute ist der Oman nicht unbedingt ein Reiseziel, das auf Nummer 1 der Urlaubsliste steht. Doch warum eigentlich? Die Wüste Wahiba Sands, zahlreiche grüne Wadis, das schroffe Hajar-Gebirge, kilometerlange einsame Sandstrände am smaragdgrünen, arabischen Meer und spannende Metropolen wie die Hauptstadt Maskat – vielfältiger kann ein Wüstenstaat kaum sein. Höchste Zeit, den Oman endlich kennenzulernen!

Vier Gründe den Oman zu bereisen       Landesinfos       Omans Highlights       Reiseleitfaden

Oman-Individualreise: Bergketten, versteckte Oasen und weite Wüste

Die Highlights

  • Moderne arabische Architektur in Maskat
  • Besuch einer Dhau Werft
  • Wandern und Schwimmen im Wadi Bani Khalid
  • Balcony Walk Wanderung am Grand Canyon des Omans
  • Wandern durch die Terrassenfelder des Saiq-Plateaus

Das Besondere

  • Übernachtung in ausgesuchten traditionellen und orginellen Gasthäusern und Hotels
  • Traditioneller Kochkurs bei einer omanischen Familie (fakultativ)
  • Schnorcheln bei den Dymaniyat Inseln
  • CO₂-Kompensation des Landprogramms inklusive

ab 2.350 €

Individuell
2-4 Pers
10 Tage

leicht

Kultur, Natur, Begegnung

Oman-Mietwagenreise: Faszination Sultanat Oman

Die Highlights

  • Balcony Walk Wanderung am Grand Canyon des Omans
  • Wandern und schwimmen im Wadi Bani Khalid
  • Moderne islamische Architektur in Maskat bewundern
  • Besuch einer Dhau-Werft

Das Besondere

  • Übernachtung ausgewählten traditionellen Gasthäusern
  • Besuch einer Beduinenfamilie in der Wüste
  • Individuelle Stopps einlegen
  • Spaziergang auf den Terrassenfeldern des Saiq-Plateaus
  • CO₂-Kompensation des Landprogramms inklusive

ab 2.490 €

Individuell
2-4 Pers
10 Tage

leicht

Kultur, Natur, Selbstfahrer

Oman-Wanderreise: Zwischen Märchenland und Moderne

Die Highlights

  • Moderne Kultur in Maskat
  • Schroffe Gebirgslandschaften des Hajar-Gebirges
  • Durchquerung der Wüste
  • Wanderungen durch mehrere Wadis
  • Balcony Walk Wanderung im drittgrößten Canyon der Welt

Das Besondere

  • Ausgewählt schöne Hotels, Gästehäuser und Camps
  • Essen bei einer omanischen Familie
  • Rosengärten-Wanderung auf dem Dach des Omans
  • Übernachtung in der Wüste und Besuch einer Dhow-Werft
  • CO₂-Kompensation des Landprogramms inklusive

ab 3.980 €

Gruppe
4-12 Pers
14 Tage

moderat

Natur, Kultur, Abenteuer

Hauptstadt
Maskat
Fläche
309.500 km²
Bevölkerung
4,8 Mio.
Landessprache
Arabisch
Währung
Rial Omani (OMR)
Religion
Islam
Zeitverschiebung
+4 Std.

Vier Gründe, warum sich eine Oman-Reise lohnt

Weil das Land kaum einer kennt. Als eher unentdecktes Reiseziel auf der arabischen Halbinsel steckt der Tourismus im Oman noch in den Babyschuhen. Hier gibt es sie noch, die einsamen Sandstrände, die verlassenen Weiten der Wüste, unberührte Natur im Überfluss und die traditionelle arabische Lebensweise mit alter Handwerkskunst und bunten Basaren. Lernen Sie bei Ihrer Reise in den Oman das authentische Sultanat kennen!

 

Weil es hier so viel zu entdecken gibt. Unendliche Sandwüsten mit meterhohen Dünen. Wilde Gebirgsketten mit tiefen Canyons. Traumstrände und palmengesäumte Flussbetten – die Naturschönheiten des Omans lassen jedes Reiseherz höherschlagen. Genauso lockt das Land aber auch mit seiner faszinierenden Geschichte, die in einer Vielzahl an archäologischen Stätten und Denkmälern Spuren hinterlassen hat. Erobern Sie in Ihrem Oman-Urlaub die Schätze des Morgenlandes!

Weil die Omanis unglaublich nett sind. Die Freundlichkeit der Einheimischen ist fast schon legendär: Mit einem breiten Lächeln und einem Kahwa, einem arabischen Kaffee, werden Fremde im Oman begrüßt. Das Volk des Omans gilt im arabischen Raum als besonders gastfreundlich, offen und tolerant. Das werden Sie auf Ihrer Oman-Reise mit Sicherheit spüren und erleben!

 

Weil man hier so viel tun kann. Entspannen an den malerischen Sandstränden oder actionhungrig auf Wüstensafari? Wandern, Wassersport oder Weltkulturerbe? Übernachten Sie in einem traditionellen Beduinen-Camp mitten in der Wüste. Tauchen Sie zu schillernden Korallenriffen. Beobachten Sie Meeresschildkröten beim Schlüpfen. Oder bummeln Sie andächtig vorbei an Palästen und Moscheen. Bei Reisen in den Oman kommt Jeder auf seine Kosten

Allgemeine Landesinformationen: Oman

Geografie

Das Sultanat Oman liegt in Vorderasien, im Südosten der arabischen Halbinsel. Mit einer Fläche von 309 500 km² ist das Land etwa so groß wie Italien.

Es grenzt im Nordwesten an die Vereinigten Arabischen Emirate, im Westen an Saudi-Arabien und im Südwesten an Jemen. Der nördliche Teil der Halbinsel Ruus Al Jibal, die im Norden der Vereinigten Arabischen Emirate liegt, gehört als Exklave zum Staatsgebiet von Oman. Zum Oman zählen außerdem die Kuria-Muria-Inseln und die Masirah-Insel vor der Ostküste des Landes.

Obwohl der Oman ein Wüstenstaat ist, ist die Landschaft überraschend vielfältig. Zwischen der Hauptstadt Maskat und der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten liegt die fruchtbare Küstenebene, Al Batina, die rund 300 km lang und zwischen 15 und 30 km breit ist. Südlich davon erstreckt sich das Omangebirge, Al Hajar, mit Höhen bis über 3 000 m. Höchste Erhebung des Landes ist der Jabal Akhdar mit 3 018 m.

Weiter in Richtung Süden liegt die Innere Wüste, Jiddat al Harasis, die den zentralen Teil Omans einnimmt. Kies- und Steinwüsten gehen im Westen in die Große Arabische Wüste, Rub al Khali, über, die bis zur Küste am Arabischen Meer reicht.

Der nördlichste Teil des Landes ist die Halbinsel Musandam. Sie schiebt sich weit in die Straße von Hormuz hinein, eine schmale, aber wichtige Seeroute für Tankschiffe.

Wetter und Klima sowie beste Reisezeit im Oman

Im Oman herrscht tropisches Wüstenklima. Das bedeutet ganzjährig warme bis heiße Temperaturen mit Höchstwerten von über 40°C. Nachts fällt das Thermometer dann vor allem in den Wüstenregionen drastisch auf bis zu 10°C. Zudem wird das Klima im Oman von Monsunen beeinflusst, die ab und zu ein paar Schauer bringen. In den Bergregionen wie der Dhofar-Provinz sind die Temperaturen rund 5-10°C kühler.

TIPP: Die beste Zeit für Oman-Reisen? Die Temperaturen an der Küste im Oman sind ganzjährig sommerlich heiß. Das Gleiche gilt für die Wassertemperaturen, denn diese liegen stets bei 25°C oder mehr. Allerdings kann es in den Sommermonaten von Juni bis August monsunbedingt ab und zu regnen.

Wer bei seiner Oman-Reise eine Wüstensafari plant, der reist am besten in den Monaten November bis März und sollte aber auch für die heftigen Temperaturunterschiede nachts gewappnet sein. Für Wanderurlaub in den Gebirgsregionen des Omans bieten sich die Sommermonate an. Dann ist es dort angenehm warm.

Flora und Fauna im Oman

Wer an den Oman denkt, hat hauptsächlich Bilder von Sandwüsten im Kopf. Doch die Natur des Omans ist vielfältiger und mit ihr auch die Tier- und Pflanzenwelt, auch wenn Wassermangel alles Leben im Land beeinträchtigt.
Zur Flora und Fauna des Omans zählen natürlich vor allem Wüstenpflanzen und -Tiere.
In den Oasen und den zeitweise sehr feuchten Küstenregionen findet man aber auch typische subtropische Flora und Fauna, zu der besonders Palmen gehören. Die warmen Meere vor den Küsten Omans sind Lebensraum vieler Korallen, Schildkröten, Wasserpflanzen und Fische.

Die außergewöhnlichen Bedingungen und schroffen Lebensräume des Omans haben einzigartige Tierarten hervorgebracht. Die größte biologische Besonderheit ist wohl der arabische Tahr, eine Mischung aus Ziege und Steinbock. Die letzten Tiere dieser Art leben heute isoliert an den Steilhängen im Wadi Sarin, südöstlich von Maskat. Auch die arabische Oryxantilope galt in freier Wildbahn schon als ausgestorben, konnte aber erfolgreich wieder ausgewildert werden.
Einmalig und Highlight vieler Oman-Urlauber sind die geschützten Strände bei Ras al Hadd und Ras al Jinz. Bis zu 100.000 Meeresschildkröten kehren jährlich in dieses Gebiet zurück um hier ihre Eier abzulegen. Die Region steht unter strengem Naturschutz und darf nur mit Ranger betreten werden, um den Erhalt der bedrohten Art zu gewährleisten.

Die omanische Bevölkerung

Die rund fünf Millionen Einwohner des Omans leben vorwiegend in Städten. Fast die Hälfte der Bevölkerung sind Immigranten, vorwiegend aus Indien. Die Omani sind zu 95 Prozent muslimischen Glaubens. Die Mehrzahl der Omaner, vor allem im Norden des Landes, gehören der ibaditischen Richtung des Islam an. Daneben existieren islamische und christliche Minderheiten.

Sprache im Oman

Arabisch ist die offizielle Landessprache im Oman, genauer gesagt das Modern Standard Arabic (MSA), das auch in anderen arabischen Ländern als Schrift- und Bildungssprache verwendet wird. Das Omani-Arabische, ein Dialekt des Arabischen, wird in verschiedenen Regionen Omans als Umgangssprache gesprochen. Die meisten Einheimischen können allerdings auch gut Englisch. Als Oman-Reisender werden Sie also wahrscheinlich keine Kommunikationsprobleme haben.

Politik und Wirtschaft

Das Sultanat ist eine absolute Monarchie und besitzt gleichzeitig eine Verfassung. Die vom Sultan ernannten Minister und die zwei nationalen Parlamente haben nur beratende Funktion. Das Land wurde von 1970 bis Januar 2020 vom absolutistischen Herrscher Sultan Qabus ibn Said regiert. Er starb am 10. Januar 2020. Zu seinem Nachfolger wurde sein Cousin, der 65-jährige Kulturminister Haitham ibn Tariq, ernannt.

Der Oman konnte sich in den letzten Jahrzehnten von einem stark rückständigen zu einem moderat wohlhabenden Staat verbessern. Ein Bericht der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2013 bezeichnet den Oman als das Land, welches innerhalb der letzten 40 Jahre seine soziale und wirtschaftliche Lage am meisten verbessern konnte.

Essen und Trinken

Die Landesküche des Omans gilt als eine der exotischsten und leckersten Küchen der Welt, setzt sich aber aus vielen, unterschiedlichen Ländereinflüssen zusammen. Pakistan, Indien, Saudi-Arabien, Sri Lanka und Sansibar haben die omanische Küche beeinflusst. Doch vor allem Datteln, Zitronen, Reis und Brot findet man eigentlich immer in omanischen Gerichten. Gewürzt wird vor allem mit Zimt, Kardamom, Safran, Nelken und Kurkuma. Im Oman stehen häufig Fleischsorten wie Ziege, Lamm und Huhn auf dem Speiseplan. An Feiertagen werden auch mal Kamele geschlachtet.

Zu den Nationalgerichten gehört zum Beispiel „Shoowa“. Das Gericht besteht hauptsächlich aus Ziegenfleisch, das sehr lange und aufwändig gegart wird, und mit Reis, Salat und Limonen serviert wird. „Majboos“, auch als „Kabsa“ und „Makboos“ bekannt, ist ein traditionelles Reisgericht aus Saudi-Arabien und wird auch im Oman häufig gegessen. Basmatireis, Gemüse und Fleisch werden mit Joghurt oder grünem Salat, traditionelles Brot und Tomatensauce serviert. Die bekannte Süßspeise „Halwa“ ist sehr süß und besteht aus Butterschmalz, karamellisiertem Zucker, Mandeln und Stärke und wird mit Safran, Kardamom, Mandeln und Rosenwasser geschmacklich verfeinert.

Abgerundet wird ein schmackhaftes Mahl mit einem leckeren arabischen Kaffee. Der „Kahwa“ ist stark und bitter, aber sehr aromatisch und hat meist noch einen leichten Kardamomgeschmack.

Tipp: Wie in anderen arabischen und asiatischen Ländern, ist es in Oman üblich, nicht mit Besteck zu essen, sondern mit der rechten Hand. Dabei wird sehr auf Hygiene geachtet und dem Gast zur Reinigung vorab eine Wasserschüssel gereicht. In Restaurants kann aber immer nach Besteck gefragt werden.

Feste und Feiertage im Oman

Ein Großteil der omanischen Feierlichkeiten hat einen religiösen Ursprung und hängt mit dem Islam zusammen. Es gibt aber auch eine christliche und hinduistische Minderheit sowie Strömungen wie Sunnismus und Schiismus, die die Events in diesem Land prägen.

Masqat Fest: Maskat ist die größte Stadt des Landes, und hier findet zwischen Januar und Februar alljährlich eines der beliebtesten Feste des Omans statt. Unzählige Aufführungen, darunter Theater, Zirkus, Musik, Tanz, aber auch Sportwettbewerbe und Kamelrennen, sorgen für viel Abwechslung während des Festivals. Hier kann man jede Menge über die omanische Kultur und die Traditionen erfahren. Ein Muss für jeden Oman-Reisenden zu dieser Jahreszeit!

Mi’raj-Fest: Eines der Volksfeste des Omans, das mit der islamischen Tradition verbunden ist, ist das Mir’aj-Fest oder die Himmelfahrt von Mohammed in den ersten April-Tagen. Um dieses religiöse Ereignis zu feiern, beten die Gläubigen vor allem in der Moschee und feiern die Nacht, in der ihr Prophet zum Himmel aufgestiegen ist.

Eid al-Fitr: Dieses Festival beendet den Ramadan und findet von Ende Mai bis Anfang Juni statt. Drei Tage lang stehen die Omanis früh auf, um nach dem Gebet gemeinsam zu frühstücken, um das Fasten zu beenden.

Tag der Wiedergeburt: Jedes Jahr am 23. Juli feiern die Omanis ein weiteres populäres Ereignis im Oman: den Jahrestag des Staatsstreichs von 1970 durch Sultan Qaboos bin Said. Dieses Datum wird als Tag der Wiedergeburt gefeiert, weil es dem Land eine neue Phase der Entwicklung und des Wohlstands gebracht hat. Dieses Fest ist fast so wichtig wie der Nationalfeiertag.

Muharram: Im September findet ein weiteres, eng mit dem Islam verbundenes Volksfest im Oman statt, die Feier des ersten Monats des islamischen Kalenders. An diesem Feiertag würdigen die Omanis, wie andere Muslime, den Enkel des Propheten Mohammed, Imam Hussein.

Der Nationalfeiertag: Am 18. November feiern die Omanis ihren Nationalfeiertag, den Geburtstag von Sultan Qabus bin Said.

Omans Highlights: Regionen, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Maskat (auch Muskat genannt)
Die Hauptstadt Maskat versprüht eine weltoffene Atmosphäre und schwebt zwischen Tradition und Moderne. Märchenhafte Paläste und Moscheen prägen das Stadtbild, aber auch das neue Royal Opera House fasziniert mit modernster Technik und einzigartiger Architektur. Prunkvolle Highlights sind der Sultanspalast Qasr Al Alam und die beiden Festungen der Stadt – Mirani und Jalali. Zahlreiche Restaurants und bunte Souks versprechen dem Oman-Urlauber entspannte Stunden.

Hajar-Gebirge
Vor den Toren der Hauptstadt erstreckt sich die atemberaubende Wildnis Arabiens. Die steilen und schroffen Gebirgszüge der rötlich schimmernden Hajar-Berge treffen auf sattgrüne und fruchtbare Wadis in den Flusstälern. Mehrere, gut ausgeschilderte Wanderwege führen durch die Bergwelt. Als eines der schönsten Wandergebiete gilt der Jabal Akhdar, der „Grüne Berg“.

Wahiba Sands
Die Wüste Wahiba Sands, deren Sand sich scheinbar endlos bis zum Horizont erstreckt, ist ein Muss auf jeder Oman-Reise. Hier kann man in Beduinencamps wie dem​​ Sama Al Wasil Desert Camp übernachten und hat dabei die Möglichkeit, das traditionelle Leben der nomadischen Wüstenbewohner kennenzulernen.

Schwimmwandern im Wadi Shab
Ein Wadi ist ein Tal oder ein Flusslauf und gleicht im Oman meist einer grünen Oase. Das mit Abstand schönste und beliebteste Wadi ist das Wadi Shab. Es ist nur zu Fuß erreichbar und teilweise mit Wasser gefüllt. Ziel der Schwimm-Wanderung im Wadi Shab ist eine Höhle mit Wasserfall. Man erreicht sie nur über ein Seil und die glitschigen Felsen oder aber über einen schmalen Felsdurchgang, durch den man hindurchschwimmen muss. Ein Erlebnis für jeden Oman-Reisenden!

Wadi Bani Khalid
Nach nur 5 Minuten einfachen Fußweg vom Parkplatz wartet eine Oase mit mehreren smaragdgrünen Wasserbecken in karger Landschaft. Man kann von einigen Teilen der Becken hinunterrutschen oder sich in den tiefen Teilen des Flusses im Klippenspringen probieren.

Nizwa
Die Stadt Nizwa liegt nahe Maskat und ist vor allem für den Souq und das gigantische Fort bekannt. Die Nizwa Festung ist eine Kombination aus einer Burg, einer Festung und einem Museum. Aufgrund seiner zylindrischen Form und seiner beeindruckenden Größe ist das Nizwa Fort einzigartig und zählt zu den besten Sehenswürdigkeiten einer Oman-Reise. Das heimliche Highlight aber ist der Ausblick von den Dächern des Nizwa Forts auf den Palmengarten der Oase.

Jebel Shams
Der Jebel Shams ist einer der höchsten Berge des Oman und sehr beliebt bei Wanderern. Wer den Gipfel erklimmt, wird Zeuge der spektakulären vertikalen Klippen, die den „Arabischen Grand Canyon“ bilden und über 500 Meter tief abfallen. Ein einfacher Wanderweg und mehrere Aussichtspunkte warten entlang des Canyonrandes, an dem es schier endlos in die Tiefe geht. Wer noch mehr Abenteuer sucht, kann im Wasserfall am Ende des Weges baden gehen.

Bimmah Sinkhole
Ein riesiges Senkloch gehört ebenfalls zu den beliebten Zielen einer Oman-Reise. Das Wasser im Untergrund hat das Gestein und den Kalkstein erodiert und ein etwa 20 Meter tiefes Loch im Boden entstehen lassen, das mit türkisfarbenem Wasser gefüllt ist. Beim Baden sollte man ein Auge nach oben richten, denn die Bimmah Sinkhole ist beliebt bei Klippenspringern.

Al Hoota-Höhle
Die zwei Millionen Jahre alte Al Hoota-Höhle ist ein unvergleichliches Erlebnis für Oman-Urlauber! Die 4,5 Kilometer lange Höhle besteht aus vier Seen und liegt am Fuße des Jabal Shams. Im Laufe der Jahrmillionen wurde sie durch natürliche Prozesse geformt und gestaltet. Stalaktiten hängen von der Decke hängen und Stalagmiten ragen aus dem Boden.

Ras Al Jinz Turtle Reserve
Das Ras Al Jinz ist eines von zwei Schildkrötenschutzgebieten im Oman, das für die Nistplätze der gefährdeten grünen Schildkröten bekannt ist. Jedes Jahr kommen Tausende von Riesenschildkröten aus dem Roten Meer und dem Arabischen Golf hierher, um ihre Eier an den Stränden des Omans abzulegen.

Achtung: Mittlerweile gehört der Besuch des Turtle Reserve zu den Highlights vieler Oman-Reisender. Um den Schildkröten die nötige Ruhe zu lassen, nähern Sie sich den bedrohten Tieren nur vorsichtig und nur nach Absprache mit unseren Reiseleitern.

Sur
Das ehemalige alte Handels-, Bildungs- und Kunstzentrum ist heute eine entspannte Hafenstadt und mehr für ihren Charme als für ihre Sehenswürdigkeiten bekannt. ​Ein Leuchtturm, zwei Festungen und ein paar Wachtürme sind alles was die Stadt zu bieten hat. Doch von der malerischen Küste stechen täglich die Fischer in See und in dem bezaubernden Hafen kann man traditionelle Holzboote bewundern. Zudem locken die Strände der Umgebung.

Bahla
Eine der geschichtsträchtigsten Festungen des Omans liegt am Fuße des Al-Hajar-Gebirges und ist die einzige von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Festung des ganzen Landes. Das Bahla Fort liegt unweit von Nizwa und ist etwa zwei Autostunden von Maskat entfernt.

Reisen in den Oman: Ein kleiner Leitfaden

Anreise in den Oman

Eine Oman-Reise beginnt in den meisten Fällen mit dem Flugzeug. Von Frankfurt oder München kann man in etwa 6,5 Stunden direkt nach Maskat fliegen. Von anderen deutschen Städten ist ein Zwischenstopp je nach Airline in Abu Dhabi, Istanbul oder Doha notwendig. Auch in den Süden des Landes kann man fliegen: Salalah in der Provinz Dhofar ist vor allem bei Strandurlaubern beliebt und wird meist von Pauschalreiseanbietern angeflogen. Hierher gibt es aber keinen Direktflug aus Deutschland.

Einreisebestimmungen

Für die touristische Einreise ist ein Visum erforderlich, das als e-Visum bei der Royal Oman Police beantragt werden muss. Benötigt wird weiterhin ein Reisepass oder Kinderreisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Mit dem vorläufigen Reisepass kann es zur Zurückweisung kommen.
Alle Oman-Reisenden müssen bei Einreise grundsätzlich den Nachweis eines einmonatigen Krankenversicherungsschutzes, der auch die Behandlungskosten im Falle einer COVID-19-Infektion einschließt, vorlegen.

Zollbestimmungen

Die Einfuhr alkoholischer Getränke ist bei Ihrer Oman-Reise in kleinen Mengen (bis zwei Flaschen pro Person) erlaubt. Die Einfuhr von pornographischen Artikeln sowie Falschgeld, Drogen und Waffen ist strengstens verboten, genau wie ihr Erwerb und die spätere Ausfuhr. Zudem ist es untersagt, frische Lebensmittel, Nutzpflanzen, Blumen und Knollen einzuführen.
Bei der Ausreise ist es strengstens verboten Fossilien, Korallen, archäologische Fundstücke und bedeutende historische Kulturgüter auszuführen.
Die Ein- und Ausfuhr der omanischen Währung und anderer Devisen unterliegt keiner Beschränkung (bis zum Gegenwert von etwa 10.000 EUR).

Verkehrsmittel: unterwegs im Oman

Im Land angekommen, lohnt es sich für den Oman-Urlauber am Flughafen einen Mietwagen zu buchen, denn im Oman gibt es keine Bahnverbindungen, und Busverbindungen sind nur sehr sporadisch verteilt.
Lediglich zwischen großen Städten oder zu den meistbesuchten touristischen Sehenswürdigkeiten im Oman fahren Busse. Ansonsten ist dieses Beförderungsmittel nicht besonders verbreitet. Die meisten Omanis besitzen ihr eigenes Fahrzeug.
Taxis findet man überall. Aber verhandeln Sie den Preis im Voraus, denn die Taxis haben keinen Zähler und sind relativ teuer.
Im Oman gibt es nur wenige Inlandsflugverbindungen, und von der Hauptstadt Maskat aus werden nur die Städte Khasab oder Salala angeflogen.

Rund ums Geld: Währung, Preise und Trinkgeld?

Währung und Preise

Die Währung im Oman ist der Omanische Rial (OMR), der in 1000 Baisa unterteilt ist. Der aktuelle Wechselkurs von Omanischer Rial (OMR) ist: $1 USD = 0.38 OMR, 1 OMR = 2.37 EUR (Aktualisierte Daten: 10.05.23).

Der Oman ist kein günstiges Reiseland. Im Vergleich zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und Europa kann man hier zwar etwas preiswerter Essen gehen. Einen so günstigen Urlaub wie in Asien kann man im Oman-Urlaub allerdings nicht erwarten. Die Preise hängen auch stark von der Region ab. In der Nähe von touristischen Sehenswürdigkeiten sind Restaurants und Hotels deutlich teurer.

Produkt / Dienstleistung

Kosten

0,5 Liter einheimisches Bier, gezapft 4,00 OMR
1,5 Liter Wasser (Supermarkt) 0,21 OMR
Essen im Mittelklasserestaurant (für 2 Personen inkl. Getränken) ca. 12 OMR

Trinkgeld im Oman

Im Restaurant braucht man meist kein Trinkgeld geben. Oft ist das Trinkgeld mit der Servicegebühr schon abgedeckt. Guides, Fahrer und andere Dienstleister freuen sich aber auf Ihrer Oman-Reise über ein Trinkgeld, da das einen großen Teil ihres Einkommens ausmacht. 10-15 % sind üblich für alle Dienstleistungen.

Geld abheben im Oman

Banken haben in der Regel von Samstag bis Mittwoch von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und donnerstags von 8.00 Uhr bis 11.00 Uhr geöffnet. Geldautomaten finden Sie zudem in den meisten größeren Supermärkten, Hotels und anderen Orten im ganzen Land. Kreditkarten werden von allen internationalen Hotels, Banken und größeren Läden akzeptiert, EC-Karten an allen Geldautomaten der Oman National Bank.
Geld wechseln können Sie in allen Banken oder direkt am Flughafen. Hier ist der Wechselkurs allerdings deutlich schlechter als in den Banken.

Im Oman-Urlaub in Kontakt bleiben – per Telefon, Internet und WLAN

Ebenso wie in den meisten europäischen Ländern besitzt ein Großteil der Omanis ein Mobiltelefon oder ein Smartphone. Das omanische Telefonnetz erfüllt einen hohen technischen Standard, sodass auch Gespräche ins Ausland eine gute Qualität haben. Aber Achtung: Hier können sehr hohe Kosten durch Roaminggebühren entstehen. Diese müssen auch entrichtet werden, wenn man angerufen wird oder ein Anruf auf der Mailbox eingeht. Es empfiehlt sich daher, das Roaming für die Dauer der Reise zu deaktivieren und eine SIM-Karte vor Ort zu kaufen.
Tipp: Um Touristen die Handynutzung im Oman zu erleichtern, bietet Omantel zum Preis von 5 OMR (ca. 12 EUR) ein Angebot speziell für Touristen an.

Die meisten Hotels im Oman stellen kostenlos WLAN zur Verfügung. Auch viele Restaurants bieten ihren Gästen freien WLAN-Zugang an. Die klassischen Messenger wie WhatsApp, Telegram und der Facebook Messenger für Textnachrichten funktionieren auch im Oman. Allerdings sind keine Anrufe über WhatsApp oder Skype möglich, diese sind im Oman blockiert. Sofern Sie bei Ihrer Oman-Reise doch über Internet telefonieren möchten, müssen Sie daher den Facebook Messenger oder alternative Apps wie beispielsweise Signal, Zoom oder Slack benutzen.

Sicherheit und Gesundheit

Rechts- und Sicherheitshinweise

Der Oman gilt als ein sehr sicheres Reiseland und die Kriminalitätsrate ist sehr gering. Dennoch kommt es, vor allem in touristischen Regionen, hin und wieder zu Diebstählen. Halten Sie als Oman-Urlauber deshalb Türen und Fenster von Fahrzeugen geschlossen und bewahren Sie Geld, Karten, Führerschein, Flugtickets und andere wichtige Dokumente an einem sicheren Ort (z. B. in einem Hotelsafe) auf.
Vor der omanischen Küste besteht nach wie vor eine reale Gefahr von Piratenangriffen und Entführungen von Schiffen. Im Grenzgebiet von Jemen, Saudi-Arabien und Oman kann es aufgrund der aktuellen Konfliktsituation im Jemen zu Anschlägen und Reisebeschränkungen kommen. Meiden Sie daher diese Region.
Es wird dringend angeraten, Fahrten in die Wüste nur in Begleitung erfahrener Führer und nicht allein zu unternehmen. Auch bei Wanderungen im Gebirge oder durch Wadis wird aufgrund der ungesicherten Wege und teils anspruchsvollen Routen ebenfalls geraten, diese mit erfahrenen Führern zu unternehmen und Vorsicht walten zu lassen.

So tolerant der Oman auch ist, homosexuelle Handlungen sind im Oman immer noch strafbar. Wer verurteilt wird, dem droht sogar die Todesstrafe. Gleichgeschlechtliche Ehen werden nicht anerkannt.

Impfungen

Bei der Einreise in den Oman aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz sind keine Impfungen verpflichtend. Wenn Sie aus einem Land einreisen, in dem Gelbfieber vorkommt, oder wenn Sie länger als 12 Stunden in einem solchen Land waren, müssen Sie eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Oman selbst ist kein Gelbfieber-Risikogebiet. Eine Impfung gegen Kinderlähmung ist bei der Einreise aus einem Land, in dem ein hohes Polio-Risiko besteht, obligatorisch.
Empfehlenswert für Ihren Oman-Urlaub sind jedoch die üblichen Standard-Impfungen (gemäß dem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts), eventuell auch die Impfungen gegen Hepatitis A und B, sowie Tollwut. Der Oman ist malaria-frei, eine Prophylaxe ist nicht notwendig.
Die ärztliche Versorgung in Maskat ist gut, in den ländlicheren Gegenden kann der europäische Standard nicht eingehalten werden.

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